Corporate E-Learning


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"Ein Vorschlag fuer eine effizientere Nutzung vorhandener
E-Learning-Moeglichkeiten in Unternehmungen"




Semesterarbeit

Eingereicht bei: Prof. Dr. Olaf Jacob

Zuerich, im Maerz 2002


Gruppe 2, WI 3a

Dominik Bollen
Susanne Diemand
Corinne Dietemann
Tom Jeck




Executive Summary

Corporate E-Learning, d.h. E-Learning im Einsatz bei Unternehmen ist ein sehr komplexes Thema. Aufgrund dieser Tatsache und der bereits vorhandenen Literatur diesbezueglich, fokussiert sich die Autorengruppe auf die Maximierung des Nutzens von E-Learning.

Im ersten Kapitel werden die Abgrenzungen dieser Arbeit vorgenommen und die Zielsetzungen definiert.

Das zweite Kapitel zeigt grundsaetzliche Informationen von E-Learning bei Unter­nehmen auf und stellt die Begriffs- und Grundlagendefinition in den Mittelpunkt.

Das dritte Kapitel beschreibt die Vorgehensweise in der Informationsbeschaffung, zeigt die im Vorfeld durch die Autorengruppe definierten Annahmen auf und verweist schliesslich auf die statistischen Auswertungen im Anhang.

Kapitel vier befasst sich mit den modellhaften Kernfragen, welche vorher definiert wurden. Diese werden anhand der Resultate aus dem Umfragebogen analysiert und moegliche Erfolgsfaktoren werden eruiert.

Das fuenfte Kapitel beinhaltet die allgemeine Schlussfolgerung und gibt einen Ausblick in die Zukunft.

Um die Problembereiche von E-Learning bei Unternehmen klar und aktuell aufzuzei­gen und den in den vorangegangenen Kapiteln gefundenen Kernfragen mehr Gewicht zu verleihen, wurde eine schriftliche Umfrage bei diversen Firmen durchgefuehrt. Der Aufbau und auch die wertfreie Auswertung dieser Umfrage werden im Anhang aufge­fuehrt.



Inhaltsverzeichnis

Executive Summary
Inhaltsverzeichnis
Ehrwoertliche Erklaerung
Vorwort
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Abgrenzung der Arbeit
1.3 Zielsetzung
2. Grundlagen
2.1 Begriffsdefinition/ -erklaerungen
2.1.1 Definition E-Learning
2.1.2 Corporate E-Learning
2.1.3 Computer Based Training (CBT)
2.1.4 Web Based Training (WBT)
2.1.5 Distance Learning
2.2 E-Learning im Vergleich mit traditionellen Lernmethoden
2.3 Evolution von E-Learning
2.4 Marktentwicklung
3. Methodik
3.1 Untersuchung des aktuellen Corporate E-Learning-Einsatzes
3.2 Annahmen der Autorengruppe
3.3 Art und Umfang der Befragung
4. Untersuchungsresultate
4.1 Kommunikationswege
4.1.1 Wirkungsgrad der einzelnen Distributionskanaele
4.1.2 Analyse der Ursache des Informationsmangels
4.1.3 Erfolgsversprechende Kommunikationswege
4.2 Anwendungsmotivation
4.2.1 Anstrengungen zur Steigerung der Anwendungshaeufigkeit
4.2.2 Erfolgsfaktoren fuer die Steigerung der Anwendungsmotivation
4.3 Persoenlicher Nutzen des Anwenders
4.3.1 Analyse der Vorteile von E-Learning
4.3.2 Haeufigkeiten der Nennung von Vorteilen
4.3.3 Potential im Kommunizieren der Vorteile
4.4 Zukunftschancen E-Learning
4.4.1 Wichtigkeit von E-Learning fuer die Arbeitnehmer
4.4.2 Potential von E-Learning in der Zukunft
4.5 Technische Bereitstellung
4.5.1 Art der Bereitstellung in den Betrieben
4.5.2 Erfolgsversprechende Trends in der technischen Bereitstellung
4.6 Produktgestaltung
4.6.1 Zufriedenheit der Anwender
4.6.2 Verbesserungspotential in der Produktgestaltung
4.7 Weitere Erkenntnisse
4.7.1 E-Learning als Ergaenzung
4.7.2 Trennung Arbeitsplatz/ -zeit von Schulungsort/ -zeit
4.7.3 uebersichtlichkeit und Einfachheit von E-Learning-Produkten
5. Schlussfolgerung und Ausblick in die Zukunft
5.1 Schlussfolgerung
5.2 Ausblick in die Zukunft
6. Anhang
6.2 Literaturverzeichnis
6.3 Abkuerzungsverzeichnis
6.4 Alphabetisches Glossar
6.5 Umfragebogen
6.6 Auswertung der Antworten



Ehrwoertliche Erklaerung

Wir erklaeren hiermit, dass

  • die vorliegende Semesterarbeit selbstaendig durch die Verfasser und ohne Benuetzung anderer als der angegebenen Quellen und Hilfsmittel angefertigt wurde

  • die benutzten Quellen woertlich oder inhaltlich als solche kenntlich gemacht wurden; und

  • diese Arbeit in gleicher oder aehnlicher Form noch keiner Pruefungskommission vorgelegt wurde.


Zuerich, 1. Maerz 2002


Dominik Bollen

Susanne Diemand

Corinne Dietemann

Tom Jeck



Vorwort

"Corporate was?" war haeufig die Frage, die uns gestellt wurde, wenn wir ueber unsere Gruppenarbeit berichteten. Tatsaechlich ist Corporate E-Learning ein noch sehr junger Begriff, obwohl die Schulungsmethode E-Learning bereits seit mehreren Jahren existiert. Je mehr wir uns mit dem Thema auseinander setzten, desto mehr merkten wir, dass auch Corporate E-Learning nicht mehr erst in den Kinderschuhen steckt. Bei der Befragung der einzelnen Unternehmungen stellten wir fest, dass in dieser Richtung bereits einiges geschehen und sehr viel im Gange ist.

Da es uns wichtig ist, einen Erkenntnisfortschritt aus unserer Arbeit zu erzielen, entschieden wir, unser Thema abzugrenzen. Wir setzten uns zum Ziel, herauszufinden, welchen Nutzen die bereits mit E-Learning operierenden Firmen daraus ziehen und wie sie ihn maximieren koennen. Der Ruecklauf unserer Umfragebogen und das Interesse der befragten Firmen an unserer Arbeit bestaetigten unsere Zielrichtung.

Neben theoretischen Grundlagen legten wir grossen Wert auf die Meinung der Arbeitnehmer, die bereits mit E-Learning konfrontiert wurden. Aus diesem Grund konzentriert sich die Arbeit auf die Auswertung der Umfragebogen sowie auf die daraus folgenden Kenntnisse.

Wir bedanken uns bei allen, die uns bei dieser Semesterarbeit unterstuetzt haben. Vor allem danken wir den Arbeitnehmern, die sich die Zeit nahmen, den Umfragebogen auszufuellen, und uns damit wichtige Informationen lieferten. Ein weiterer besonderer Dank geht an Herrn Prof. Dr. Olaf Jacob, der uns fuer Fragen zur Verfuegung stand und wertvolle Hinweise gab, die zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben.

Zuletzt moechten wir erwaehnen, dass diese Semesterarbeit zur besseren Lesbarkeit in der maennlichen Form verfasst wurde. Alle Ausdruecke beziehen sich jedoch auch auf die weibliche Form.


Zuerich, 1. Maerz 2002


Dominik Bollen

Susanne Diemand

Corinne Dietemann

Tom Jeck



1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Literatur zum Thema Corporate E-Learning ist im Vergleich zu jenem herkoemmlicher Lernmethoden erst spaerlich vorhanden. Sie ermoeglicht jedoch einer Unternehmung, sich waehrend der Einfuehrungsphase umfassend ueber die Grundlagen zu informieren. An Fachliteratur ueber die Moeglichkeiten, den Nutzen der bereits vorhandenen E-Learning-Programme zu maximieren, mangelt es aber nach wie vor.


1.2 Abgrenzung der Arbeit

Infolge der oben erwaehnten Problemstellung wurde entschieden, in der vorliegenden Semesterarbeit auf die Nutzung bereits vorhandener E-Learning-Funktionalitaeten und deren Maximierung einzugehen. Der Kreis der Befragten in diesem Zusammenhang wurde ebenfalls eingeschraenkt. Die Semesterarbeit stuetzt sich auf Daten von Unternehmungen aus dem Grossraum Zuerich, die E-Learning bereits eingefuehrt haben.


1.3 Zielsetzung

Die aktuelle Lage, die im E-Learning-Anwendermarkt herrscht, wird empirisch erforscht. Anhand eines Umfragebogens (siehe Anhang) werden die Eindruecke der Anwender ermittelt und Hemmnisse im Umgang mit E-Learning aufgezeigt, die der Foerderung des Benutzens dieser Lernmethode im Wege stehen.

Aus diesen Forschungsresultaten werden Erfolgsfaktoren ermittelt. Es werden Vorschlaege gemacht, die bei Bedarf zur Verbesserung der Situation in den einzelnen Unternehmungen beitragen.



2. Grundlagen

2.1 Begriffsdefinition

In der vorliegenden Semesterarbeit werden verschiedene Begriffe verwendet, die in diesem Kapitel definiert werden. Es handelt sich dabei um Ausdruecke, die im Zusammenhang mit dem Thema Corporate E-Learning verwendet werden.


2.1.1 Definition E-Learning

Die in der Fachliteratur auftretenden Definitionen von E-Learning variieren von Autor zu Autor. Eine Definition, die die Hauptmerkmale der verschiedenen Definitionen umfasst, wird hier wiedergegeben:

"E-Learning kann begriffen werden als Lernen, das mit Informations- und Kommunikationstechnologien (Basis- und Lerntechnologien) respektive mit darauf aufbauenden (E-Learning-) Systemen unterstuetzt bzw. ermoeglicht wird. (...)" [1]

Die nachfolgende Illustration soll aufzeigen, welche Methoden sich unter den Oberbegriff E-Learning einreihen. Die Aufzaehlung kann aber nicht als vollstaendig oder abschliessend betrachtet werden. Es werden nur Schwerpunkte gezeigt.

Abbildung 1

(In Anlehnung an: Back, Bendel, Stoller-Schai, 2001, S.34)


2.1.2 Corporate E-Learning

Die Wissensmenge ist in den letzten Jahren explosionsartig angestiegen. Die Halb­werts­zeit wird immer kleiner [2]. Dieser Wandel der Gesellschaft macht auch nicht vor Unternehmen halt. Oft muessen daher Unternehmen in sehr kurzer Zeit vielen Personen Wissen vermitteln. Dazu gehoeren die Einfuehrung neuer Systeme oder auch die fach­lichen Neuerungen, welche fast aktuell einer breiten Masse zugaenglich gemacht werden muessen.

Um diesen enormen Anforderungen des Marktes gerecht werden zu koennen, benuetzen viele Unternehmungen diese Form des Lernens.


2.1.3 Computer Based Training

Unter CBT versteht man die Verwendung von Computern und den Einsatz von speziell entwickelten Lernprogrammen. Diese koennen variieren zwischen einfachen Anwend­ungsprogrammen fuer ein neues System, einer neuen Software oder aufwaendigen Programmen, die mit dem Einsatz von Grafiken und Farben den Lernerfolg erhoehen sollen. CBT werden generell von einer Diskette oder CD-ROM installiert oder vom Intranet herunter geladen. [3]


2.1.4 Web Based Training

Wie im Namen schon ersichtlich, ist WBT eine auf dem Inter- oder Intranet basierende Form des Lernens. Einer der wesentlichen Unterschiede zu CBT besteht darin, dass die Programme immer aktualisiert werden koennen. Ein zweiter wesentlicher Unterschied liegt in der Moeglichkeit der Kommunikation ohne Zeitverzoegerung. So kann bei einer Lektion mit dem Leiter/Lehrer des E-Learning-Programms oder auch anderen Teilnehmern kommuniziert werden und virtuelle Wandtafeln koennen eingesetzt werden. [4]


2.1.5 Distance Learning

Diese Form kann auch unter dem Oberbegriff E-Learning eingereiht werden. Bei Distance Learning koennen Fragen an den jeweiligen Mentor des Programms via E-Mail oder Newsgroups platziert werden. Oft mit einer groesseren Zeitverschiebung werden dann diese Antworten beantwortet.

Als markantester Unterschied zu den vorhergehenden Methoden muss der Lernstoff hier nicht zwingend in einem System oder Programm vorhanden sein, sondern kann auch in herkoemmlicher Form (Buch, Ordner) benutzt werden.

Distance Learning kann auch ergaenzend in CBT- und WBT-Methoden zum Einsatz kommen.

"Da E-Learning sehr dynamisch ist und sich die technischen Moeglichkeiten laufend aendern, sind die Grenzen zwischen den verschiedenen Methoden fliessend und auch nicht ueber Jahre geltend." [5]


2.2 E-Learning im Vergleich mit traditionellen Lernmethoden

Im Gegensatz zu herkoemmlichen Lernmethoden wird E-Learning meistens multimedial aufbereitet. Dadurch werden mehrere Sinnesorgane beim Lernen stimuliert, was dem Lerneffekt zu Gute kommt. In aktuellen Forschungen wird darauf hingewiesen, dass das Gehirn sich verjuengen kann, wenn es dauernd aufgefordert wird, Neues zu lernen oder bereits Gelerntes erneut auf die Probe zu stellen. Gerade der Einsatz von E-Learning bei Unternehmen kommt diesem Gedankenansatz sehr nah, wird doch von den Arbeitnehmern in der heutigen Zeit verlangt, ihr Wissen auf dem neusten Stand zu halten (vgl. Begriffsdefinition Corporate E-Learning, Seite 3). Der erfolgreiche Einsatz von E-Learning setzt eine hohe Eigenverantwortung und die Faehigkeit zur Selbst­motivation der Anwender voraus.


2.3 Evolution von E-Learning

Der Einsatz von Video- und Tontraegern kann als erste Stufe von E-Learning bezeichnet werden. Sehr schnell setzten sich aber CBT Formen durch, welche ueber Disketten und CD-Rom auf dem lokalen PC installiert wurden. Mit dem Aufkommen des Internets und der daraus entstandenen E–Euphorie sind im Markt immer mehr CBT aufgetaucht, welche ueber das Intranet bezogen werden koennen.

WBT Loesungen werden aber in Zukunft den Markt beherrschen. Der Vorteil einer WBT Loesung liegt darin, dass sich der Anwender mit einem Tutor unterhalten kann und das System laufend aktualisiert werden kann.

Es gibt daher Anzeichen, dass Corporate E-Learning immer mehr in ein I, fuer Intra-/ Internet-Learning uebergeht.


2.4 Marktentwicklung

Der E-Learning-Markt, als Teil des Neuen Marktes, leidet besonders stark unter der angespannten wirtschaftlichen Lage. Viele Unternehmen sparen zuerst an der Aus- und Weiterbildung ihrer Arbeitnehmer. Daher werden Investionen in E-Learning-Loesungen zeitlich verschoben oder ganz zurueckgestellt.

Dieses Ausbleiben von Auftraegen hat unweigerlich zu einer Marktbereinigung gefuehrt. Die Konsolidierungsphase ist nun aber zum grossen Teil vollzogen, und mit dem naechsten Anstieg der Konjunktur kann auch von einem Erwachen des E-Learning Marktes ausgegangen werden.

Wie verschiedene Studien [8] und auch der E-Learning Index von WRHAMBRECHT&Co. (www.wrhambrecht.com) zeigen, werden dem gesamten E-Learning-Markt anhaltende Wachstumschancen prognostiziert.



3. Methodik

3.1 Untersuchung des aktuellen Corporate E-Learning-Einsatzes

In der bestehenden Literatur zum Thema Corporate E-Learning werden hauptsaechlich die Einfuehrung dieser Schulungsmethode und die dadurch erreichten Vorteile beschrie­ben. Als meistgenannte Vorteile figurieren Kosteneinsparungen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, Zeitersparnisse und Effizienz. Spaerlich sind jedoch Leitfaden und Literatur zur Nutzenmaximierung bereits eingesetzter E-Learning-Systeme. Um trotzdem ueber die elementaren Informationen verfuegen zu koennen, die fuer diese Forschungsarbeit notwendig sind, ist es wichtig, die Sicht des Benutzers zu unter­suchen. Der zweite Grund fuer die Befragung der Anwender war, herauszufinden, ob sich die unter Abschnitt 3.2 beschriebenen, von der Autorengruppe im Vorfeld ge­troffenen Annahmen, bestaetigen, sowie auf nicht beachtete Probleme aufmerksam gemacht zu werden.


3.2 Annahmen der Autorengruppe

Fuer den Aufbau des Fragebogens wurden im Vorfeld Hypothesen (nachfolgend Thesen genannt) formuliert, die als Blockaden fuer eine effiziente Nutzung gelten koennen.

  • These 1: Der Anwender ist zu wenig ueber das E-Learning Angebot informiert

  • These 2: Der Anwender wird von der Unternehmung nicht dazu motiviert, E-Learning anzuwenden

  • These 3: Ein Anwender, der einen persoenlichen Nutzen aus E-Learning zieht, ist sich der Wichtigkeit dieser Schulungsmethode bewusst

  • These 4: Die Anwender sind sich der Wichtigkeit von E-Learning in der Zukunft zu wenig bewusst

  • These 5: CD-Rom und Diskette sind die meist verbreitetsten Formen fuer E-Learning Produkte

  • These 6: Die aktuellen E-Learning Angebote der Unternehmen sind noch nicht ausgereift


3.3 Art und Umfang der Befragung

Die Grundgesamtheit der Untersuchung ist eine Auswahl von Unternehmungen im Grossraum Zuerich, die Corporate E-Learning bereits einsetzen. Es wurde telefonisch nach dem Stand angefragt. Bei Interesse erhielten sie den Fragebogen elektronisch zugesandt, mit der Bitte, diesen von einigen Mitarbeitern ausfuellen zu lassen. Die Teilnehmer der Umfrage bestehen aus einer Gruppe von Anwendern im Alter von 20 bis 60 Jahren, ungeachtet Ihrer Funktion im Betrieb. Es nahmen 34 weibliche und 72 maennliche Personen an der Beragung teil.

Die Auszaehlung der Antworten und der offenen Fragen wurde strukturiert vorgenom­men. Innerhalb sich entsprechender Fragethemen werden bezugnehmende Rueck­schluesse auf Kernaussagen und Trends gezogen. Die Verbesserungsvorschlaege, die aus dieser Forschungsarbeit abgeleitet werden koennen, werden in den Schluss­folgerungen dieser Arbeit genannt.


Ruecklauf


 

Anzahl FB

In Prozent [9]

Versandte Fragebogen

276

100

Zurueckerhaltene Fragebogen

116

42

Davon ausgewertet

106

38

          Offene Frage (16) beantwortet

36

34 [10]

Davon nicht ausgewertet

10

4



4. Untersuchungsresultate

4.1 Kommunikationsweg

These 1: Der Anwender ist zu wenig ueber das E-Learning Angebot informiert

Die These wird anhand der Fragen 9 und 10 des Umfragebogens untersucht. Folgende Erkenntnisse koennen aufgezeigt werden.


4.1.1 Wirkungsgrad der einzelnen Distributionskanaele

Die untenstehenden Grafiken zeigen auf, welche Distributionskanaele fuer E-Learning von den Benutzern genannt wurden. Es wird dabei zwischen den Antworten der ge­nuegend (Grafik 1) resp. ungenuegend (Grafik 2) informierten Benutzern unterschieden.


Antworten auf Frage 10 von Anwendern, die sich gut genug informiert fuehlen:

Antworten auf Frage 10 von Anwendern, die sich nicht gut genug informiert fuehlen:

Grafik 1

Grafik 2


Feststellung 1

Aus Grafik 1 wird ersichtlich, dass jede dritte Person E-Mail als Informationsquelle angegeben hat, waehrend Intranet nur von jeder zehnten Person genannt wird.

Diese Aussagen unterscheiden sich klar von jenen der Nutzer, die sich zu wenig informiert fuehlen. Hier geben nur 17% E-Mail als Informationstraeger an, waehrend jeder vierte ueber Intranet informiert wird.

Dadurch zeigt sich deutlich, dass die direkte Kommunikation ueber E-Mail effektiver wirkt, als die ledigliche Bereitstellung der Information auf dem Intranet.


Feststellung 2

Die Grafik 2 zeigt, dass jeder fuenfte Benutzer die Information durch Arbeitskollegen oder durch den Vorgesetzten erhaelt, wohingegen die Firmenzeitschrift mit 2.7% spaerlich vertreten ist. Bei den sich genuegend informiert fuehlenden Benutzern werden die Arbeitskollegen nur von rund 12% und der Vorgesetzte von jeder vierten Person genannt, waehrend die Firmenzeitschrift einen Anteil von rund 10% ausmacht.

Daraus kann geschlossen werden, dass das Arbeitsumfeld als Informationsueberbringer nicht ausreicht. Die direkte Information durch den Vorgesetzten wirkt dann effektiv, wenn die Unternehmung ihn dabei unterstuetzt. Dies kann z.B. durch Artikel in der Firmenzeitschrift erreicht werden, wie aus Grafik 1 ersichtlich wird.


4.1.2 Analyse der Ursache des Informationsmangels

Die untenstehende Grafik zeigt auf, wie viele Antworten die einzelnen Personen auf die Frage 9 gegeben haben. Abermals wird unterschieden zwischen den ausreichend und den nicht ausreichend informierten Personengruppen.


Grafik 3


Feststellung

Ganz deutlich wird in diesem Diagramm gezeigt, dass der Grossteil der nicht ausreichend informierten Benutzer nur eine Informationsquelle angaben.

Der durchschnittliche ausreichend informierte Anwender konnte drei Informationstraeger nennen.

Die Wichtigkeit, gleichzeitig auf mehreren Wegen zu informieren, kristallisiert sich deutlich heraus.


4.1.3 Erfolgsversprechende Kommunikationswege

Die Mitarbeiter muessen direkt informiert werden. Als effektive Informationsmittel dienen:

  • Direkte E-Mail

  • Zusaetzliche Bereitstellung der Information im Intranet

  • Muendliche Information durch den Vorgesetzten. Wichtig ist hierbei, dass dieser auch nachhaltig auf die Wichtigkeit von E-Learning aufmerksam gemacht wird.

  • Plakate

  • Events

(Diese Aufzaehlung ist nicht abschliessend.)


4.2 Anwendungsmotivation

These 2: Der Anwender wird von der Unternehmung nicht dazu motiviert, E-Learning anzuwenden

Die These wird anhand der Fragen 3 und 11 des Umfragebogens untersucht. Folgende Erkenntnisse koennen aufgezeigt werden.


4.2.1 Anstrengungen zur Steigerung der Anwendungshaeufigkeit

Die untenstehenden Grafiken zeigen auf, welche Anstrengungen die Firmen unternehmen, um die Arbeitnehmer zur Benutzung von E-Learning zu motivieren. Es wird dabei zwischen den Antworten der E-Learning als wichtig (Grafik 4) resp. als unwichtig (Grafik 5) erachtenden Benutzern unterschieden.


Antworten auf Frage 3 von Anwendern, die E-Learning zum heutigen Zeitpunkt als wichtig oder eher wichtig betrachten:

Antworten auf Frage 3 von Anwendern, die E-Learning zum heutigen Zeitpunkt als unwichtig oder eher unwichtig betrachten:

Grafik 4

Grafik 5


Feststellung 1

Grafik 4 zeigt auf, dass ein generelles Interesse an E-Learning ganz klar vorhanden ist. Dies kann man anhand des Balkens „Keine“ klar erkennen. Auch wenn der Arbeitgeber keine Foerderungsmassnahmen ergreift, liegt das Interesse bei beachtlichen 21.5%.

Weiter kann festgestellt werden, dass die Faktoren Zur-Verfuegung-Stellen von Zeit oder einem separaten Arbeitsplatz dazu beitragen, dass die Mitarbeiter die Wichtigkeit von E-Learning erkennen. Er zeigt ihnen durch diese Bereitschaft, dass E-Learning ein wichtiges Instrument in seiner Ausbildungsstrategie ist.


Feststellung 2

Gemaess Grafik 5 sind rund ein Drittel der Anwender, die E-Learning zum heutigen Zeitpunkt als unwichtig oder eher unwichtig betrachten, dazu verpflichtet, E-Learning zu benutzen.

Die Verpflichtung besteht hingegen nur bei jedem zehnten Nutzer, der E-Learning als wichtig oder eher wichtig beurteilt.

Diese erstaunliche Tatsache laesst die Schlussfolgerung zu, dass die Verpflichtung sich als kontraproduktiver Ansatz erweist.


4.2.2 Erfolgsfaktoren fuer die Steigerung der Anwendungsmotivation

Der Arbeitgeber muss die Arbeitnehmer zur Benutzung von E-Learning motivieren. Dies kann er wie folgt erreichen:

  • Einen separaten Arbeitsplatz zur Verfuegung stellen (ruhige Umgebung gewaehrleisten, keine Ablenkung durch Telefonate etc.)

  • Explizit Zeit zur Verfuegung stellen

  • Belohnungen

  • Einen Wettbewerb veranstalten

  • Extrinsische Motivationshilfen beiziehen: die Anwendung z. B. bonusrelevant machen

(Diese Aufzaehlung ist nicht abschliessend.)


4.3 Persoenlicher Nutzen des Anwenders

These 3: Ein Anwender, der einen persoenlichen Nutzen aus E-Learning zieht, ist sich der Wichtigkeit dieser Schulungsmethode bewusst

Diese These wird anhand der Fragen 3 und 13 des Umfragebogens untersucht. Folgende Erkenntnisse koennen aufgezeigt werden.


4.3.1 Analyse der Vorteile von E-Learning

Die untenstehenden Grafiken zeigen die von den Benutzern genannten Vorteile, die ihnen E-Learning gegenueber herkoemmlicher Lernmethoden gebracht hat. Es wird dabei zwischen den E-Learning als wichtig (Grafik 6) resp. als unwichtig (Grafik 7) erachtenden Benutzern unterschieden.


Antworten auf Frage 3 von Anwendern, die E-Learning zum heutigen Zeitpunkt als wichtig oder eher wichtig erachten:

Antworten auf Frage 3 von Anwendern, die E-Learning zum heutigen Zeitpunkt als unwichtig oder eher unwichtig erachten:

Grafik 6

Grafik 7


Feststellung

Die Benutzer, die E-Learning als wichtig erachten, gaben als wichtigste drei Vorteile den Zeitpunkt (26.5%), das Lerntempo (23.3%), welche beide individuell bestimmbar sind, sowie die Moeglichkeit des fokussierten Lernens (21.9%) an.

Unter "Andere Vorteile" sticht die Mehrfachnennung der entfallenen Reisekosten hervor.

Die beiden Grafiken, die die Gewichtung der verschiedenen Vorteile aufzeigen, sind fast deckungsgleich. Die Auswahl der Vorteile haengt also nicht von der Beurteilung der Wichtigkeit von E-Learning zum heutigen Zeitpunkt ab.


4.3.2 Haeufigkeiten der Nennung von Vorteilen

Die untenstehende Grafik Nr. 8 zeigt auf, wie viele Antworten die einzelnen Personen auf die Frage 13 gegeben haben. Abermals wird unterschieden zwischen den E-Learning als wichtig resp. als unwichtig erachtenden Benutzern.


Grafik 8


Feststellung

Jene Personen, die E-Learning zum heutigen Zeitpunkt als wichtig oder eher wichtig betrachten, gaben tendenziell mehr Vorteile von E-Learning gegenueber den herkoemmlichen Lernmethoden an. Auffallend ist bei der Personengruppe die E-Learning als eher unwichtig oder unwichtig betrachtet, dass keine mehr als 3 Antworten gab.


4.3.3 Potential im Kommunizieren der Vorteile

Der Arbeitgeber muss folgendes kommunizieren:

  • Zeitvorteil

  • Vorteil des individuell bestimmten Lerntempos

  • Erhoehter Lerneffekt beim multimedialen Lernen

  • Abwechslungsreicher und somit spannenderer Ablauf des Lernens im Gegensatz zu herkoemmlichen Lernmethoden

(Diese Aufzaehlung ist nicht abschliessend.)

Der Arbeitgeber muss kleine, themenfokussierte Applikationen zur Verfuegung stellen. Dadurch wird verhindert, dass zu umfangreiche oder zeitintensive Programme entstehen.


4.4 Zukunftschancen E-Learning

These 4: Die Anwender sind sich der Wichtigkeit von E-Learning in der Zukunft zu wenig bewusst

Die These wird anhand der Fragen 3 und 4 des Umfragebogens untersucht. Folgende Erkenntnisse koennen aufgezeigt werden.


4.4.1 Wichtigkeit von E-Learning fuer die Arbeitnehmer

Die untenstehende Grafik Nr. 9 zeigt auf, wie die Benutzer die Wichtigkeit von E-Learning heute resp. in der Zukunft beurteilen.


Grafik 9


Feststellung 1

ueberraschenderweise beantworteten 18% der befragten Personen die Frage nach der Wichtigkeit zum heutigen Zeitpunkt mit „Eher unwichtig“. Vergleicht man diese Zahl mit den Angaben fuer die zukuenftige Bedeutung, wird jedoch ersichtlich, dass sich dieser negative Trend um den Faktor vier reduziert.


Feststellung 2

Die befragten Personen sind sich der Wichtigkeit von E-Learning zum heutigen Zeitpunkt bewusst. Noch deutlicher zeigt sich, dass sich die Benutzer der Wichtigkeit von E-Learning in der Zukunft bewusst sind. ueber 64% beantworteten die Frage diesbezueglich mit "sehr wichtig".


4.4.2 Potential von E-Learning in der Zukunft

Wie festgestellt wurde, wird die Wichtigkeit von E-Learning als zukuenftig stark wachsend empfunden. Dies sollte bereits heute im Festlegen von Bildungsstrategien beruecksichtigt werden.


4.5 Technische Bereitstellung

These 5: CD-Rom und Diskette sind die haeufigsten Bereitstellungsformen

Die These wird anhand der Frage 7 des Umfragebogens untersucht. Folgende Erkenntnisse koennen aufgezeigt werden.


4.5.1 Art der Bereitstellung in den Betrieben

Die untenstehende Grafik zeigt auf, wie die Anteile der einzelnen Bereitstellungsformen verteilt sind.


Grafik 10


Feststellung

Die webbasierte Loesung (37%) ist bereits staerker vertreten als die Bereitstellung von E-Learning per CD-Rom/Diskette (27%). Der Anteil der CD-Rom/Diskette ist noch immer recht gross, wird aber in den naechsten Jahren stark zurueckgehen. Eine Studie von IDC (International Data Corporation) [12] aus dem Jahr 1999 zeigt auf, dass WBT-Loesungen die Zukunft von E-Learning dominieren werden.


4.5.2 Erfolgsversprechende Trends in der technischen Bereitstellung

Unternehmungen muessen von den herkoemmlichen E-Learning-Loesungen wegkommen, um ihre strategische Ausbildungs- und Informationskonzepte webbasiert zu verbreiten. Daraus koennen folgende Vorteile erzielt werden:

  • Einsparung bei der Herstellung und Verbreitung von Speichermedien

  • Schnelleres Verbreiten von neuen Informationen

  • Einfacheres Erweitern bestehender Loesungen

  • Virtuelle Bibliothek der E-Learning-Produkte

(Diese Aufzaehlung ist nicht abschliessend.)


4.6 Produktgestaltung

These 6: Die aktuellen E-Learning Angebote der Unternehmen sind noch nicht ausgereift

Die These wird anhand der Frage 15 des Umfragebogens untersucht. Folgende Erkenntnisse koennen aufgezeigt werden.


4.6.1 Zufriedenheit der Anwender

Die untenstehende Grafik 11 zeigt auf, wie die Arbeitnehmer die ihnen angebotenen E-Learning-Produkte bewerten.


Grafik 11


Feststellung

Nur knapp die Haelfte der befragten Personen erachten die angebotenen E-Learning Produkte als gut oder sehr gut. ueber 40% gaben nur befriedigende oder verbesserungswuerdige Bewertungen ab. 10% machten keine Angaben.

Diese Tatsache zeigt den Handlungsbedarf in der Verbesserung der visuellen und inhaltlichen Produktgestaltung auf.


4.6.2 Verbesserungspotential in der Produktgestaltung

Die E-Learning-Produkte muessen vor der Verbreitung einen "Anwenderfreundlichkeits­test" (usability test) bestehen. Anhand eines solchen Tests koennen alle oben genannten Punkte kontrolliert werden.


4.7 Weitere Erkenntnisse

4.7.1 E-Learning als Ergaenzung

Es wurde mehrfach von den Anwendern darauf hingewiesen, dass E-Learning als Ergaenzung zu herkoemmlichen Lernmethoden dienen sollte, aber keinesfalls ein Ersatz sein darf. Eine Person, die selber in einem Projekt zur Einfuehrung von E-Learning ist, gab folgendes zur Antwort: Die Loesung biete kein Entweder-Oder, sondern "E- und konventionelles Lernen sollen weiterhin parallel moeglich sein."

E-Learning ist wann immer moeglich anzuwenden, jedoch nicht nur als Ersatz von konventionellen Lernmethoden. Es ist vernuenftig, E-Learning fuer Schulungen einzusetzen, die keine oder geringe (im Rahmen der Moeglichkeiten von E-Learning) Interaktion verlangen. Beispiele fuer ideale Einsatzgebiete sind: Sprachkurse, Einfuehrung in neue Applikationen etc. Eine gute Moeglichkeit ist auch, E-Learning als Vorbereitung auf einen Kurs einzusetzen.


4.7.2 Trennung Arbeitsplatz/ -zeit von Schulungsort/ -zeit

Einige Benutzer machten darauf aufmerksam, dass sie E-Learning wenig benutzen, weil ihnen die Zeit dazu fehlt oder sie am Arbeitsplatz nicht ungestoert ein E-Learning-Programm durchgehen koennen.

Dem Arbeitnehmer sollte Zeit und/oder ein abgegrenzter Arbeitsplatz zur Verfuegung stehen. Wenn er nicht durch staendige Ablenkung (Telefonate, Fragen von Mitarbeitern etc.) unterbrochen wird, kann er E-Learning effizienter nutzen. Dies gilt hauptsaechlich fuer E-Learning-Programme, die anspruchsvolle Inhalte vermitteln. Moeglich waeren ein abgeschotteter Arbeitsplatz ohne angeschlossenes Telefon, ein Schulungsraum, der bereits mit den notwendigen Installationen versorgt ist, an kursfreien Tagen ausnutzen, etc. Weiter muss dem Arbeitnehmer eine gewisse Zeit fuer E-Learning zugesprochen werden, so dass er keine Hemmungen hat, diese Zeit zu investieren. Der Arbeitgeber spart so immer noch mehr Zeit der Arbeitnehmer, als wenn sie einer konventionellen Schulung beiwohnen wuerden.


4.7.3 Uebersichtlichkeit und Einfachheit von E-Learning-Produkten

Die E-Learning-Programme sind haeufig zu unuebersichtlich und unstrukturiert.

Die Arbeitnehmer muessen somit einen zu grossen Aufwand betreiben, bis sie sich im Programm zurechtfinden. Sie werden demotiviert, sobald sie zuviel Zeit fuer das Navigieren verbringen muessen.

Es ist wichtig, fuer ein benutzerfreundliches E-Learning-Umfeld zu sorgen. Die Zeit (bei Eigenentwicklung) oder das Geld (bei Fremdentwicklung) zahlen sich wieder aus, wenn die Arbeitnehmer E-Learning vermehrt anwenden.



5. Schlussfolgerung und Ausblick in die Zukunft

5.1 Schlussfolgerung

In den vergangenen Wochen haben wir uns intensiv mit dem Thema Coporate E-Learning auseinander gesetzt. Waehrend dieser Zeit haben wir uns einen ueberblick ueber die aktuelle Marktlage verschafft.

Wir stellten fest, dass viele Unternehmungen waehrend den Boom-Jahren des neuen Marktes E-Learning als neue Lernmethoden einfuehrten. Verschiedenste E-Learning-Produkte schossen wie Pilze aus dem Boden. Gleichzeitig haben sich viele Autoren mit dem Thema E-Learning-Architektur und -Einfuehrung auseinander gesetzt. Zu unserem Erstaunen fanden wir jedoch nur spaerlich Informationen und Wegweiser zur Nutzenoptimierung der E-Learning-Anwendungen.

Da wir mit unserer Arbeit einen Erkenntnisvortschritt erzielen wollen, konzentrierten wir uns nicht auf das Thema Corporate E-Learning als solches, auf dessen Einfuehrung oder Anwendungsbereiche, sondern setzten den Fokus auf den Mehrwert, den die mit E-Learning areitenden Unternehmungen erzielen koennen. Der Nutzen, der sich durch Effizienz, Kosteneinsparungen, etc. auszeichnet, war der Grund, weshalb die Firmen E-Learning einfuehrten. Doch setzen sie sich bereits genuegend dafuer ein, dass dieser Nutzen auch wirklich optimal ist und wissen sie, was sie andernfalls dazu beitragen koennen?

Waehrend unseren ersten ueberlegungen kamen wir zu der ueberzeugung, dass der Nutzen direkt von der Anwendungshaeufigkeit des Systems abhaengt. Ein System, das zu wenig angewendet wird, bringt nur einen kleinen Nutzen. So entstand unsere Motivation, in dieser Richtung Nachforschungen zu betreiben. Mit der Befragung der Anwender wollten wir herausfinden, ob unsere folgenden Annahmen den Tatsachen entsprechen:

  • Der Anwender ist zu wenig ueber das E-Learning Angebot informiert

  • Der Anwender wird von der Unternehmung nicht dazu motiviert, E-Learning anzuwenden

  • Ein Anwender, der einen persoenlichen Nutzen aus E-Learning zieht, ist sich der Wichtigkeit dieser Schulungsmethode bewusst

  • Die Anwender sind sich der Wichtigkeit von E-Learning in der Zukunft zu wenig bewusst

  • CD-Rom und Diskette sind die meist verbreitetsten Formen fuer E-Learning Produkte

  • Die aktuellen E-Learning Angebote der Unternehmen sind noch nicht ausgereift

Wie in dem vorangehenden Kapitel aufgezeigt, haben sich einige Hypothesen bewahr­heitet, bei anderen wiederum lagen wir falsch. So bestaetigte es sich u.a., dass ein Mitarbeiter, der E-Learning als wichtig erachtet, motivierter damit arbeitet. Auf der anderen Seite war es eine erfreuliche ueberraschung fuer uns, herauszufinden, dass der Grossteil der befragten Anwender angab, genuegend ueber das E-Learning-Angebot seiner Unternehmung informiert zu sein.


5.2 Ausblick in die Zukunft

Das Thema Corporate E-Learning wird auch in naher Zukunft noch viele Unternehmen intensiv beschaeftigen. Es kann unterschieden werden zwischen den Unternehmen, die noch keine E-Learning-Systeme eingefuehrt haben und jenen, die E-Learning schon als ergaenzendes Glied in ihrem Ausbildungskonzept verankert haben, die Systeme aber weiterhin aktualisieren und ausweiten lassen.

Wenn sich nun die Arbeitgeber bewusst sind, wie man diese neue Lernform optimal nutzen und so auch einen grossen Mehrwert fuer die Unternehmung schaffen kann, steht unserer Meinung nach der Zufriedenheit der Arbeitgeber und Arbeitnehmer und somit auch der Langlebigkeit von E-Learning nichts im Wege.



6. Anhang

6.2 Literaturverzeichnis

  • Magnus, Stephen, E-Learning, 2001, Wiesbaden

  • Back, Andrea, Bendel, Oliver; Stoller-Schai, Daniel, E-Learning im Unternehmen, 2001, Zuerich

  • Back, Andrea, Haeusler, Martin; Seufert, Andrea, E-Learning, Weiterbildung im Internet, 2001, St. Gallen

  • Kraemer, Wolfgang; Mueller, Michael (Hrsg.), Corporate Universities und E-Learning; 2001, Wiesbaden

  • Betriebswirtschaftslehre Band 1, Jean-Paul Thommen, 4. Auflage Ort, 1996, Zuerich

  • www.wrhambrecht.com (21. Februar 2002)

  • www.userpage.fu-berlin.de/satow (20. Februar 2002)


6.4 Alphabetisches Glossar


Applikation

angewendetes Programm

CD-ROM

Compact Disc-Read Only Memory

Corporate

(e) unternehmensweit

Diskette

Datentraeger

Distance

(e) Distanz

E-Learning-Systeme

Verwaltung von E-Learning-Programmen

E-Mail

E-: (e) electronic, elektronische Mail: (e) Post

Event

(e) Veranstaltung

Extrinsisch

von aussen kommen

Grundgesamtheit

gesamte statistisch auswertbare Menge

Halbwertszeit

Zeit, nach der sich etwas halbiert

Interaktiv

Benutzer und Computer im Dialog

Internet

(e) Internationales Computernetzwerk

Intranet

Firmeninternes Internet

Tendenziell

Zu etwas hinneigend

Tutor

Lehrer

Usability

(e), Gebrauchstauglichkeit

Virtuell

nicht physisch

via

durch, anhand von

Webbasiert

Auf Web-Technologie basierend


6.3 Abkuerzungsverzeichnis


z.B.

zum Beispiel

resp.

respektive

etc.

(f) et cetera: und so weiter

FB

Fragebogen

HTML

Hyper Text Markup Language

www

World Wide Web


6.5 Umfragebogen

Umfragebogen zum Thema Corporate E-Learning


Allgemeine Informationen


Fragebogen fuer eine Gruppensemesterarbeit an der Zuercher Fachhochschule, Hochschule fuer Technik, Wirtschaft und Verwaltung, Studienbereich Wirtschaft und Verwaltung, Abteilung Wirtschaftsinformatik.

Bitte um schnellstmoegliche Ruecksendung


Alle Informationen werden streng vertraulich behandelt. Die Auswertung der Ergebnisse wird in zusammengefasster Art publiziert, so dass kein Rueckschluss auf eine Einzelfirma moeglich sein wird.

Bei Gebrauch der maennlichen Form ist die weibliche Form eingeschlossen.

Sie erreichen die auszufuellenden Felder mit der Tabulatortaste. Kreuze werden mit der Leertaste erzeugt.


Allgemeine Angaben

(nicht zwingend, Fragebogen kann auch anonym beantwortet werden)


          Firma: __________________________________________________________

          Kontaktperson: ___________________________________________________

          Geschlecht: o w / o m              Alter: _________________________________

          Telefon: ______________________             E-Mail: ______________________


Bitte kreuzen Sie bei folgenden Fragen die jeweils zutreffenden Felder an.

à Mehrfach­nennungen sind moeglich!


1. Zu welcher Branche gehoert Ihre Firma?


          o Bank / Finanz

o Versicherung

          o Maschinenbau / Industrie

o Chemie / Pharma

          o Verkehr / Transport

o Informations- / Kommunikationstechn.

          o Gross- / Einzelhandel

o Verwaltung

          o uebrige Dienstleistungen

o Andere: ______________________


2. Wie viele Mitarbeiter beschaeftigt Ihre Firma in der Schweiz?


          o Unter 50 Mitarbeiter

          o 51 - 100 Mitarbeiter

          o 101 - 200 Mitarbeiter

          o 201 - 500 Mitarbeiter

          o 501 - 1000 Mitarbeiter

          o mehr als 1000 Mitarbeiter


3. Wie beurteilen Sie die Wichtigkeit von E-Learning zum heutigen Zeitpunkt?


          o Sehr wichtig

          o Eher wichtig

          o Eher unwichtig

          o Unwichtig


4. Denken Sie, dass E-Learning in der Zukunft an Bedeutung gewinnen wird?


          o Ja

          o Eher ja

          o Eher nein

          o Nein


5. Wissen Sie, wie lange E-Learning in Ihrer Firma bereits angewendet wird?


          o Ja:

o Seit bis zu 1 Jahr

 

o Seit 1 bis 3 Jahren

 

o Seit 3 bis 5 Jahren

 

o Seit mehr als 5 Jahren

          o Nein:

Ich vermute, seit ungefaehr ____________________


6. Wie lange benutzen Sie persoenlich in Ihrer Firma E-Learning?


          o Seit bis zu 1 Jahr

          o Seit 1 bis 3 Jahren

          o Seit 3 bis 5 Jahren

          o Seit mehr als 5 Jahren

          o Seit meiner Einstellung; seit ____________________

          o Ich benutze es gar nicht


7. In welcher technischen Form koennen Sie in Ihrer Firma E-Learning benutzen?


          o Webbasiert (Internet/Intranet)

          o Schulungsraeume mit vernetzten Computern

          o Download-Applikation

          o CD-Rom / Diskette

          o Andere: ____________________


8. Fuer welche Art Schulung wird E-Learning bei Ihrer Firma primaer eingesetzt?


          o Neue Applikationen / Systeme

          o Neue Produkte (geschaeftsspezifisch)

          o Neues Fachwissen vermitteln

          o Allgemeinwissen

          o Andere: ____________________


9. Wie werden Sie von Ihrer Firma auf E-Learning aufmerksam gemacht?


          o Vorgesetzter

o Arbeitskollegen / Umfeld

          o Intranet (interne Homepage)

o Anschlagbrett

          o Firmeninterne Zeitschriften

o Informationsblatt

          o E-Mail

o Anderes: ______________________


10. Denken Sie, Sie sind ausreichend ueber die E-Learning-Moeglichkeiten in Ihrer Firma informiert?


          o Ja

o Nein


11. Welche Anstrengungen unternimmt Ihre Firma, um die Benutzung von E-Learning zu foerdern ?


          o Die Mitarbeiter sind dazu verpflichtet, E-Learning zu benutzen:

                    o Ist Teil der individuellen Zielvereinbarung

                    o Workshop / Schulungsangebot

                    o Rueckmeldung an vorgesetzte Stelle erforderlich

                    o Andere: ______________________

          o Die Firma stellt mir Zeit (und/oder einen speziellen Arbeitsplatz) zu Verfuegung

          o keine

          o Andere: ______________________


12. Kontrolliert Ihre Firma, wie oft Sie E-Learning nutzen?


          o Ja

          o Teilweise

          o Nein

          o Weiss nicht


13. Was hat Ihnen E-Learning gegenueber herkoemmlichen Lernmethoden gebracht?


          o Zeitvorteil

          o Lerntempo kann individuell bestimmt werden

          o Zeitpunkt kann individuell bestimmt werden

          o Anonymitaet

          o Auf Themengebiet fokussiertes Lernen

          o Andere Vorteile: ______________________


14. Welches sind Ihre Gruende dafuer, E-Learning nicht oder nur sehr wenig zu benutzen?


          o Das System ist nicht benutzerfreundlich

          o Zu kleines Angebot

          o Zeitmangel

          o Nicht prioritaer

          o Persoenlicher Nutzen fehlt

          o Schwierigkeitsgrad o zu schwer / o zu einfach

          o Ich bevorzuge herkoemmliche Lernmethoden

          o Andere Gruende: ______________________


15. Wie beurteilen Sie persoenlich das E-Learning Angebot Ihres Arbeitgebers?


          o Sehr gut

          o Gut

          o Befriedigend

          o Verbesserungswuerdig

          o Keine Angaben


16. Welche generelle Verbesserungsvorschlaege haben Sie?


          ______________________



o Ich bin an der Semesterarbeit interessiert und bitte nach Beendigung um Zusendung einer Kopie per E-Mail)


Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Fragebogen auszufuellen. Dank Ihrer Mithilfe wird es moeglich sein, in unserer Arbeit wichtige Erkenntnisse aufzuzeigen.


6.6 Auswertung der Antworten

1. Zu welcher Branche gehoert Ihre Firma?

Von den befragten Personen arbeiten 37% im Bank- und Finanzwesen. Weitere 24% stammen aus dem Informations- und Kommunikationssektor. Die restlichen Anteile verteilen sich fast gleichmaessig ueber die anderen Branchen, wobei die Sparten Chemie/Pharma sowie Verwaltung mit 2% resp. 3% schwach vertreten sind. Der Sektor Verkehr/Transport, von dem keine Angaben eruiert werden konnten, wird der uebersicht halber nicht in der Grafik dargestellt.


2. Wie viele Mitarbeiter beschaeftigt Ihre Firma in der Schweiz?

43.4% der befragten Personen arbeiten bei Grossbetrieben. 45.3% arbeiten bei Mittelbetrieben und 11.3% arbeiten in Kleinbetrieben. [13]


3. Wie beurteilen Sie die Wichtigkeit von E-Learning zum heutigen Zeitpunkt?

Mehr als 3/4 der befragten Personen erachten E-Learning zum heutigen Zeitpunkt als eher wichtig oder sehr wichtig. Niemand beurteilt E-Learning als unwichtig.


4. Denken Sie, dass E-Learning in der Zukunft an Bedeutung gewinnen wird?

ueber 90% der befragten Personen gehen davon aus, dass E-Learning in der Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Der Anteil der Antwort Eher nein ist mit 3.8% marginal.


5. Wissen Sie, wie lange E-Learning in Ihrer Firma bereits angewendet wird?

Gemaess den Angaben der Arbeitnehmer wendet ein Grossteil der Firmen (32.1%) E-Learning seit 1-3 Jahren an. 18.9% der Befragten trafen diesbezueglich eine Vermutung.


6. Wie lange benutzen Sie persoenlich in Ihrer Firma E-Learning?

Die meisten der befragten Personen (45.3%) benutzen E-Learning seit 1-3 Jahren.


7. In welcher technischen Form koennen Sie in Ihrer Firma E-Learning benutzen?

37% der befragten Personen haben die Moeglichkeit, E-Learning-Produkte webbasiert zu benutzen. Ebenfalls deutlich vertreten mit 27% sind E-Learning-Systeme, welche ueber CD-Rom/Diskette angewendet werden koennen.


8. Fuer welche Art Schulung wird E-Learning bei Ihrer Firma primaer eingesetzt?

Neues Fachwissen vermitteln wurde vor neue Applikationen/Systeme (29.4%) und neue geschaeftsspezifische Produkte (25.1%) mit 30.2% als meist eingesetzte Art Schulung angegeben.


9. Wie werden Sie von Ihrer Firma auf E-Learning aufmerksam gemacht?

Die befragten Personen wurden zu 25.4% durch das Intranet auf E-Learning aufmerksam. 22.8% werden per E-Mail und 22.4% durch den Vorgesetzten informiert.


10. Denken Sie, Sie sind ausreichend ueber die E-Learning-Moeglichkeiten in Ihrer Firma informiert?

64% der befragten Personen gaben an, ausreichend ueber die E-Learning-Moeglichkeiten in ihrer Firma informiert zu sein. 36% sind der Meinung, dass die Information noch nicht ausreichend ist.


11. Welche Anstrengungen unternimmt Ihre Firma, um die Benutzung von E-Learning zu foerdern?

Die drei Anstrengungen zur Verfuegung Stellen von Zeit, Workshop/Schulungsangebot, individuelle Zielvereinbarung sind jeweils mit rund 21% am staerksten vertreten.


12. Kontrolliert Ihre Firma, wie oft Sie E-Learning nutzen?

ueber die Haelfte der befragten Personen gaben an, bei ihren E-Learning-Aktivitaeten nicht kontrolliert zu werden. Bei 16% fuehrt der Arbeitgeber Kontrollen durch, bei 18.9% geschieht dies nur teilweise.


13. Was hat Ihnen E-Learning gegenueber herkoemmlichen Lernmethoden gebracht?

Die drei Vorteile Lerntempo kann individuell bestimmt werden, Zeitpunkt kann individuell bestimmt werden und auf Themengebiet fokussiertes lernen wurden mit je rund 24% gleich haeufig genannt.


14. Welches sind Ihre Gruende dafuer, E-Learning nicht oder nur sehr wenig zu benutzen?

Der Grund Zeitmangel ist mit 25.6% am staerksten vertreten. Nicht prioritaer und zu kleines Angebot werden mit rund 16% als weitere haeufige Gruende angegeben.


15. Wie beurteilen Sie persoenlich das E-Learning Angebot Ihres Arbeitgebers?

Rund die Haelfte (49%) der befragten Personen beurteilen das E-Learning Angebot ihres Arbeitgebers als gut oder sehr gut. 41% geben an, dass Sie das Angebot als befriedigend oder verbesserungswuerdig empfinden.


Antworten zu den offenen Fragen


Frage 7: In welcher technischen Form koennen Sie in Ihrer Firma E-Learning benutzen?

 

-

Netmeeting

 

-

Vernetzte Computer, die nur in Anwesenheit eines Ausbildners genutzt werden

 

-

Drivetime Audio CDs (gesprochener Kurs auf Audio Compact Disc, Anm. der Verf.)

 

-

Datenbanken

 

-

Virtual Classrooms


Frage 8: Fuer welche Art Schulung wird E-Learning bei Ihrer Firma eingesetzt?

 

-

Allgemeines geschaeftsspezifisches Fachwissen

 

-

Sprachen

 

-

Kursvorbereitung


Frage 9: Wie werden sie von Ihrer Firma auf E-Learning aufmerksam gemacht?

 

-

Gar nicht

 

-

Lieferantenfirmen, Hersteller von E-Learning-Produkten

 

-

Von Fremdfirmen/Kunden

 

-

Selbststudium

 

-

Personal-Abteilung

 

-

Events

 

-

Teil der Zielerreichung jedes Mitarbeiters

 

-

Learning Portal

 

-

Internes Training/Schulung


Frage 11: Welche Anstrengungen unternimmt Ihre Firma, um E-Learning zu foerdern?

          Andere Verpflichtungen: "Die Mitarbeiter sind dazu verpflichtet:"

 

-

Jeder sollte selber wissen, was gut fuer ihn ist

 

-

Wird im System automatisch registriert

 

-

Einfuehrungsprogramm neuer Mitarbeiter

 

-

Karriereplanung

 

-

Automatische Unterstuetzung durch Hersteller (per E-Mail)

 

-

Posters, Events

          Frage 11 Andere:

 

-

CDs fuer offline Arbeit werden abgegeben (offline: getrennt von der Datenverarbeitungsanlage arbeitend, Anm. d. Verf.)

 

-

Durch gelegentliche Information ueber das Angebot oder News zum Thema

 

-

Im freiwilligen Schulungsangebot integriert

 

-

Festlegung innerhalb Foerderungsgespraech

 

-

Wird als Kommunikationstool eingesetzt

 

-

Ersteller des Produktes administriert Kurse und schickt E-Mails mit Kontrollfragen zum Thema


Frage 13: Was hat Ihnen E-Learning gegenueber herkoemmlichen Lernmethoden gebracht?

 

-

Ortsunabhaengigkeit des Lernens

 

-

Weniger Reisekosten

 

-

Geeignet fuer praxisbezogenes Lernen

 

-

Einsatz fuer Spezialgebiete, fuer die kein Kurs zustande kommt

 

-

Andere Art des Lernens entdecken

 

-

Neue Themengebiete erschliessen

 

-

Eigener Lernweg, z. B. bei Desktop-Applikationen

 

-

Jeder kann nachvollziehen, was der Ausbildner zeigt


Frage 14: Welches sind Ihre Gruende dafuer, E-Learning nicht oder nur sehr wenig zu benutzen?

 

-

Fuer Fachschulungen keine guten Angebote vorhanden

 

-

Oft nur Grundwissen

 

-

Schliesst auf Gruppendynamik/Teambildung aufgebaute Kurse aus und ist daher eingeschraenkt nutzbar

 

-

Bildschirm lesen nicht geeignet fuer lange Texte. Buecher muessen Teil des professionellen E-Learning-Angebotes bilden. Damit kann ueberall und jederzeit gelernt werden, mit dem Vorteil, dass das Lesen auch bei langen Texten leichtfaellt, Notizen zum Text gemacht werden koennen. Interaktive E-Learning-Kurse sollten daher z. B. mit downloadbaren PDF gemischt werden. Nebst Foren, Chats etc. sollte der persoenliche Kontakt mit Mitmenschen ebenfalls moeglich sein. (download: herunterladen, Forum: Austausch/Diskussion, Chat: Interaktive Kommunikation, Anm. d. Verf.)

 

-

Anonymitaet beim Lernen

 

-

Auf Papier Gedrucktes wird besser aufgenommen

 

-

Persoenlicher Kontakt fehlt

 

-

Kein spezifisches Angebot vorhanden


Frage 16: Welche generellen Verbesserungsvorschlaege haben Sie?

 

-

E-Learning sollte die herkoemmlichen Lernmethoden nicht ersetzen, sondern ergaenzen

 

-

Ausbau, Diversifizierung

 

-

Mehr Informationen

 

-

Auch bei dieser Lernmethode ist ein Coaching erwuenscht (Coaching: betreuen, Anm. d. Verf.)

 

-

Moeglichkeit zum Importieren der Stoffe in XML, TXT sollte gegeben sein, plattformunabhaengige Aufbereitung (XML: Extended Markup Language, TXT: Text, plattformunabhaengig: auf verschiedenen Betriebssystemen anwendbar, Anm. d. Verf.)

 

-

Content Management

 

-

Print-Optionen optimieren

 

-

Archivierungsmoeglichkeit des gelernten Stoffes fuer spaeter optimieren

 

-

Sprache

 

-

Fuer Lehrlinge ein grosses Angebot, ein recht abgespecktes fuer Mitarbeiter. Unterschiedliche Unternehmensbereiche werden nicht beruecksichtigt, der Inhalt ist zu generell

 

-

Mix aus E-Learning und konventionellen Lernmethoden innerhalb eines Kurses

 

-

Den Mitarbeitern persoenliches Zeitbudget im Rahmen der Arbeitszeit einraeumen

 

-

E-Learning ist fuer viele zu undifferenziert, da nicht individualisierbar. Coaching-Kombination waere wuenschenswert.

 

-

Lernprozesse moeglichst einfach formulieren. Benutzerfreundlichkeit

 

-

Werbung und Kommunikation

 

-

Angebot zielt eher in die Breite und nicht in die Tiefe

 

-

Nicht Ersatz, sondern Ergaenzung

 

-

Mehr einsetzen, nicht nur, um neue Applikationen kennenzulernen, sondern vermehrt fachliche Kurse. Angebot besser publizieren.

 

-

Geschwindigkeit ueber Intranet zu tief, Angebot meistens nur auf Basic-Wissen beschraenkt

 

-

Sollte als Zielvereinbarung eingebaut sein

 

-

Es ist schwierig, die internen und sinnvollen Module ueberhaupt zu finden, da sie jeder Unternehmensbereich woanders anbietet

 

-

Begriff E-Learning muesste abgegrenzt werden, da sonst Verwirrung auf dem Markt

 

-

E-Learning sollte auch zuhause verfuegbar sein

 

-

Lerneffekt bei E-Learning ist geringer als mit anderen Lernmethoden, spezifisch fuer Repetitionen und um Details zu klaeren.

 

-

Auch bei aenderungen Updates machen

 

-

E-Learning nur einsetzen, wenn es wirklich Sinn macht und in jeder Beziehung von bester Qualitaet

 

-

Klare Trennung Arbeitsplatz/Arbeitszeit mit E-Learning

 

-

Kursangebot darf nicht nur aus interaktiven Bildschirmpraesentationen/­Lerninhalten bestehen. Downloadbare Lesedatei, interaktive Kontroll- und Lernmoeglichkeit, Mehrsprachigkeit, Foren/Chats, Expertendatenbank, etc. sollten zentral zusammengefasst via moderner Web-Technologie angeboten werden. Kein "Entweder-Oder", es sollten weiterhin E- und konventionelles Lernen moeglich sein.




[1] Vgl. Back, Bendel, Stoller-Schai, 2001, S. 28

[2] Vgl. Magnus, 2001, S.26

[3] Vgl. Back, Haeusler, Seufert, 2001

[4] Vgl. Back, Haeusler, Seufert, 2001

[5] Vgl. Back, Haeusler, Seufert, 2001

[6] Vgl. Back, Bendel, Stoller-Schai, 2001, (E-Learning im Unternehmen)

[7] Vgl. (www.userpage.fu-berlin.de/satow vom 20. Februar 2002)

[8] Vgl. Back, Bendel, Stoller-Schai, 2001

[9] In Prozent der versandten Fragebogen

[10] In Prozent der ausgewerteten Fragebogen

[11] Kriterien nicht erfuellt

[12] Vgl. IDC Studie, Kraemer, Mueller, 2001, S.79

[13] Vgl. Definition Betriebsgroesse, Jean-Paul Thommen, Betriebswirtschaftslehre Band 1, 4. Auflage, Kapitel 1, Abbildung 7


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